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Studium Italienisch (Lehramt) Studieren an der Uni Wien Österreich A190350 Unterrichtsfach Italienisch - Uni Wien


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Grundprinzipien

Die Bildungssysteme der hochindustrialisierten Länder befinden sich derzeit in einer Phase des `beschleunigten Kulturwandels’. Die Zunahme der organisatorischen Komplexität vieler gesellschaftlicher, politischer und ökonomischer Bereiche erfordert auch im Bildungsbereich neue Antworten. Die größere Mobilität in unserer Gesellschaft, die Diversifizierung der Arbeitsmärkte und die Globalisierung der Informationssysteme verlangen von der heranwachsenden Generation ein hohes Maß an Flexibilität, Selbstorganisation, Eigenverantwortung, Selektions- und Kritikfähigkeit, Kooperationsbereitschaft, Konfliktfähigkeit und kontinuierlicher Lernbereitschaft. Diese Veränderungen machen eine weitere Professionalisierung des Lehrberufs notwendig. Die universitäre Lehrerausbildung zielt darauf ab, fachliche und didaktische Qualifikationen bei den Lehramtsstudierenden mit der Entwicklung und Stärkung von selbstreflexiven, sozialen, kommunikativen und organisatorischen Kompetenzen zu verbinden.

Der Komplexitätssteigerung der gesellschaftlichen Strukturen steht eine wachsende Individualisierung der Wertmaßstäbe, der Lebensperspektiven und der Berufskarrieren gegenüber.  Die in der Ausbildung zum Lehramt Tätigen betrachten den bewussten Umgang mit der Pluralität der Werte, Interessen und Meinungen als eine Grundvoraussetzung für die Stärkung zivilgesellschaftlicher Strukturen. Zugleich sehen sie ihre vorrangige Aufgabe in der Entwicklung solcher Lernprozesse, welche eine Stärkung und Weiterentwicklung demokratischer staatlicher Strukturen ermöglichen. Sie sind in ihrer Arbeit grundsätzlich der Durchsetzung der Grund- und Menschenrechte, der Rechtsstaatlichkeit, der Gleichberechtigung der Geschlechter, der Solidarität, der Toleranz, der (Welt-)Offenheit, der Freiheits- und Friedensliebe, der internationalen Verständigung, der Förderung interkulturellen Denkens und Handelns sowie der übernationalen Entwicklung Österreichs, Europas und der Welt verpflichtet.

In der universitären Lehrerbildung der Zukunft ist die Entwicklung komplexer Ausbildungs- und Lernorganisationen erforderlich, welche eine praxisnahe Reflexion schulischer Lernprozesse ermöglichen. Die Ausbildung soll die Studierenden - bei Berücksichtigung ihrer jeweils konkreten Möglichkeiten, Erwartungen und Erfahrungen - in der Entwicklung eines aktuellen Berufsverständnisses unterstützen und ihnen Möglichkeiten eröffnen, die für ihren zukünftigen Beruf voraussichtlich notwendigen Kompetenzen zu entwickeln. Dafür sind integrative und prozessorientierte Lernformen mit einer ganzheitlichen Perspektive notwendig, welche es erlauben, die Komplexität des gesellschaftlichen Wandels nachzuvollziehen und zu reflektieren. Diese Arbeitsformen sollen den Lernenden ermöglichen, bestimmte Kenntnisse nicht nur auf kognitiver Ebene als '(Fach-) Wissen' zu erwerben, sondern dieses Wissen auch in einer konkreten Handlungssituation als 'soziale Kompetenz' einzusetzen.


Allgemeine und fachspezifische Berufsqualifkationen

Vor dem Hintergrund der dargestellten Entwicklungen erscheint die Ausbildung folgender professioneller Kompetenzen für das Lehren und Lernen erforderlich:

- Im Mittelpunkt der unterrichtsbezogenen Aufgaben steht heute die dynamische und vielseitige Gestaltung von Lehr-Lern-Arrangements, welche das selbstbestimmte Lernen fördern und auf die Selbstorganisation der Lernenden abzielen. Dies verlangt von den Lehrenden hohe fachliche Qualifikationen sowie eine Vielzahl von pädagogischen und fachdidaktischen Kompetenzen: Lehrende müssen heute

o Informationen verständlich und unter Einsatz entsprechender medialer Möglichkeiten präsentieren;
o Lernsituationen anregend, gehaltvoll und nachhaltig einrichten, einschließlich der Nutzung der  Informationstechnologie;
o Lern-, Kommunikations- und Arbeitsprozesse beobachten, fördern, steuern, analysieren und auswerten (Handlungsforschung);
o Lern- und Entwicklungspotentiale erheben und beurteilen;
o die Selbstreflexion und das Selbstwertgefühl der Lernenden in einer sinnvollen Balance zueinander zu entwickeln trachten;
o angebotene (Unterrichts-)Konzepte kritisch prüfen und bewerten;
o sich gegenüber Handlungsbedingungen sinnvoll positionieren;
o eigenes Handeln theoriegeleitet reflektieren.

- Die außerunterrichtlichen Tätigkeiten im Rahmen des Lehrberufs haben an Umfang und Bedeutung erheblich zugenommen.  Lehrende müssen heute neben fachlichem und fachübergreifendem Unterricht auch kollegiale Beratung durchführen, Arbeitsprozesse im Lehrer- und Lehrerinnen-Team moderieren, Schulprofile entwickeln, ihre eigene Entwicklung erforschen und bewerten; weiters müssen sie strukturelle Mängel der Schulorganisation durch kooperatives Handeln beseitigen.

Diese Fähigkeiten müssen beständig weiterentwickelt und an neue Anforderungen angepaßt werden können. Dazu bedarf es einer Verschränkung dreier Grundkompetenzen, nämlich der Kompetenz, zielorientiert zu handeln, theoriegeleitet zu reflektieren und problembezogen zu forschen. Lehrende benötigen Grundkenntnisse in praktischen Handlungsstrategien, theoretischen Denkkonzepten und empirischen Erhebungsmethoden.

Die skizzierten Veränderungen machen eine Erweiterung der traditionellen Qualifikationen für den Lehrberuf erforderlich. Die universitäre Lehrerbildung bemüht sich daher, die fachlichen, fachdidaktischen und die pädagogischen Kompetenzen während der Ausbildung so zu verknüpfen, dass sie von den Studierenden später integrativ als handlungsrelevante Kompetenzen genutzt werden können. Die zukünftigen Lehrer und Lehrerinnen sollen ein bestimmtes Thema nicht nur mit klar definierten Lehrzielen inhaltlich bearbeiten können, sondern in Bezug zur jeweils konkreten Dynamik des Lernfeldes vermitteln. In der Auswahl ihrer Unterrichtsformen sollten sie flexibel und pädagogisch bewusst mit den vorgefundenen sozialen, wissensmäßigen und altersbezogenen Bedingungen der Lerngruppe bzw. der Schulrealität allgemein umgehen können.

Nicht zuletzt soll während des gesamten Lehramtsstudiums der Beitrag bewusst gemacht und gehalten werden, den Schule, Unterrichtsmittel, Lerninhalte und eigene Verhaltensweisen zur geschlechterspezifischen Sozialisation leisten sowie der Auswirkungen, die diese auf die gesamte Lebensplanung der Schüler und Schülerinnen hat. Weiters sollen folgende Qualifikationen und Kompetenzen entwickelt und zu einer integrierten fachdidaktischen Kompetenz verknüpft werden:

- Die Fähigkeit und Bereitschaft zur Auseinandesetzung mit gesellschaftlichen Spannungen und Konflikten, etwa im Bereich der Geschlechterproblematik, in der Auseinandersetzung mit Minderheiten und Randgruppen und der Verwirklichung der Menschenrechte.
- Bestmögliche (aktive und passive) Kompetenzen in den Inhalten und Fertigkeiten des jeweiligen (Unterrichts-)Faches, entsprechend dem jeweils aktuellen Entwicklungsstand der Forschung;
- die Bereitschaft zu ständiger Weiterentwicklung der fachdidaktischen Kompetenz in Bezug zur lokalen und internationalen Diskussion des gewählten Fachbereichs;
- Flexibilität im Umgang mit den erworbenen inhaltlichen und methodischen Kenntnissen und Kompetenzen des Faches oder Fachbereichs;
- analytischer, systematischer und reflexiver Umgang mit fachrelevantem Wissen und Können;
-  fachübergreifendes Denken und Arbeiten: die Fähigkeit, über die engen Fachgrenzen hinaus die Zusammenhänge von kulturellen, d.h. ästhetischen, sprachlichen, politischen, wirtschaftlichen, wissenschaftlichen, sozialen und ökologischen Entwicklungen herstellen zu können;
- gegenwartsorientierte Selektion der Inhalte unter Einbeziehung der Lebens- und Erfahrungswelt der Schülerinnen und Schüler;
- kritische, problembezogene und identitätsfördernde Auswahl und Bearbeitung von fachlichen Themen;
- interkulturelles Denken und Handeln: z.B. die Kompetenz, Sprache so zu vermitteln, dass sie als Medium für Kommunikation, Selbstreflexion und interkulturelles Verstehen genutzt werden kann;
- selbstreflexive Kompetenz: die Fähigkeit zur differenzierten Rollengestaltung und zur Rollendistanz in der Lehrsituation; transparenter Umgang mit (Institutioneller) Macht; sinnvoller Umgang mit Konflikten; die Fähigkeit, Emotionen der Schüler und Schülerinnen differenziert zu erkennen, von den eigenen emotionalen Reaktionen zu trennen und dabei sensibel und kreativ mit der emotionalen Dimension des Unterrichtsgeschehens umzugehen;
- soziale und kommunikative Kompetenz: prozessorientiertes Denken und Arbeiten; Kompetenz in der Entwicklung und Durchführung erfahrungsorientierter Lernprozesse; Fähigkeit zur Initiierung, Förderung, Steuerung, Beobachtung, Analyse und Reflexion von Lernprozessen;
- Planungs- und Gestaltungskompetenz: grundlegende Kenntnisse der lern- und entwicklungspsychologischen Theorien sowie der mediendidaktischen Befunde, insbesondere im kritischen Umgang mit Informationstechnologien; umfassendes Erfahrungswissen im Umgang mit allen aktuellen Arbeitsformen und Medien; kreative Nutzung der Lehrplanvorgaben;
- organisationsanalytische Kompetenz: entsprechende analytische Kompetenz zur adäquaten Einschätzung der organisationsrelevanten Kooperationsmöglichkeiten mit Kollegen, Vorgesetzten und Eltern; Fähigkeit zur Organisation und Durchsetzung fachübergreifender oder internationaler Kooperationen, Projekte und Partnerschaften.

Fachspezifische Bildungsziele und Qualifikationsprofile finden sich bei den einzelnen Unterrichtsfächern.


Fachspezifisches Qualifikationsprofil

Im fachwissenschaftlichen und fachdidaktischen Teil des Lehramtsstudiums der Unterrichtsfächer Bosnisch/Kroatisch/Serbisch, Russisch, Slowenisch, Tschechisch sollen die Studierenden folgende spezifischen Kompetenzen erwerben:

a) sprach-, literatur- und kulturwissenschaftliche Kompetenzen

- Erwerb eines breiten sprach- und literaturwissenschaftlichen sowie landes- und kulturkundlichen Wissens;
- Erwerb fundierter Kenntnisse über die Sprachstruktur einschließlich ihrer historischen Entwicklung, über die jeweilige Nationalliteratur einschließlich ihrer historischen Entwicklung sowie von aktuellen und umfassenden Informationen landes- und kulturkundlicher Art;
- Vertrautheit mit der Geschichte, der Kultur, der Geographie des betreffenden slawisch-sprachigen Raumes;
- Bereitschaft und Fähigkeit, sich in den drei Bereichen Sprachentwicklung, moderne Literatur und kulturell-gesellschaftliche Entwicklung stets auf dem Laufenden halten.

b) sprachpraktische Kompetenzen

- ausgezeichnete aktive und passive Sprachbeherrschung, die Aussprache, Grammatik, Stilistik und einen umfangreichen Wortschatz umfasst;
- Verstehen und Produktion auch komplexer schriftlicher und mündlicher Texte; Vertrautheit mit Fachsprachen, zumindest mit der Wirtschaftssprache.

c) fachdidaktische Kompetenzen

- fachdidaktische und pädagogische Kompetenz nicht nur für den schulischen Bereich, sondern auch für eine Lehrtätigkeit in anderen Bildungseinrichtungen (z.B. Erwachsenenbildung);
- Befähigung, die Lernenden zu motivieren;
- Anwendung und Weiterentwicklung adäquater Methoden auf der Grundlage seiner/ihrer Kenntnisse der Forschungen zum Fremdsprachenerwerb;
- zielgruppenorientierter Einsatz der Fremdsprachendidaktik;
- Lehrbuchanalyse und -kritik;
- selbstständige Erarbeitung von Unterrichtsmaterialien;
- Einsatz moderner Medien im Unterricht;
- Erziehung der Lernenden zu Offenheit und Toleranz gegenüber anderen Kulturen.


Pädagogisch-wissenschaftliche Berufsvorbildung (PWB) und Schulpraktische Ausbildung (SPA)


Spezifisches Qualifikationsprofil der PWB und SPA

Die Pädagogisch-wissenschaftliche Berufsvorbildung und die Schulpraktische Ausbildung für Lehramtsstudierende an der Universität Wien orientieren sich an folgenden spezifischen Bildungszielen:

Die Studierenden sollen pädagogische Kompetenzen erwerben, im Einzelnen didaktische, pädagogisch-psychologische, bildungssoziologische, schultheoretische etc. Kompetenzen, die es ihnen ermöglichen, selbstreflexiv-eigenverantwortlich, unter Einbeziehung der jeweiligen wissenschaftlichen Grundlagen und in sozialer Verantwortung den Anforderungen des Lehrberufs an allgemeinbildenden, berufsbildenden mittleren und höheren Schulen und an anderen Institutionen des sekundären und tertiären Bildungsbereiches zu entsprechen.

Diese Kompetenzen schließen ein:

· die Fähigkeit und Bereitschaft zur Auseinandersetzung mit Gender-Aspekten (Bewusstmachung von geschlechterspezifischen Erziehungs- und Sozialisationsmustern sowie Überwindung geschlechterstereotypen Rollenverhaltens)

· Fähigkeit und Bereitschaft zu wissenschaftlichem Denken und Forschen in den oben angeführten Bereichen;

· Fähigkeit und Bereitschaft zu theoriegeleitetem, methodischem Planen, Handeln und Evaluieren in pädagogisch-didaktischen Situationen;

· Fähigkeit und Bereitschaft zur Einnahme einer professionellen erzieherischen Haltung gegenüber den Lernenden und zur Zusammenarbeit mit anderen Lehrenden (Teamfähigkeit);

· Fähigkeit und Bereitschaft zu kritischer Auseinandersetzung mit den Strukturen des Bildungssystems auch im internationalen Vergleich, mit deren gesellschaftspolitischen Voraussetzungen und Auswirkungen;

· Fähigkeit und Bereitschaft, auf Herausforderungen des Berufsfeldes durch professionelle Wahrnehmung sozialer Strukturen selbstbestimmt und kreativ einzugehen. 
 


Tipp: Suche nach Studium Italienisch (Lehramt) an allen UNIs und FHs in Österreich


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