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Studium Katholische Religionspädagogik Studieren an der Uni Wien Österreich A012 Katholische Religionspädagogik - Uni Wien


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1. Die Anwendungssituationen der im Studium der Katholischen Religionspädagogik zu erwerbenden Qualifikationen liegen v. a. im Bildungsbereich. Absolventinnen und Absolventen dieses Studiums wirken u. a. als Religionslehrerinnen und Religionslehrer, theologisch-pädagogische Fachkräfte in kirchlichen und nichtkirchlichen Institutionen, wie Erwachsenenbildung, Medien usw., als akademische Pastoralassistentinnen und Pastoralassistenten sowie in wissenschaftlicher Lehre und Forschung.

Generell lassen sich folgende Anwendungsbereiche unterscheiden:

- individuelle religiös-existenzielle Lebenssituationen

- gesellschaftliche Herausforderungen

- berufliche Anforderungen in Kirche und Gesellschaft.

1.1 Zu den individuellen religiös-existenziellen Lebenssituationen gehören beispielsweise:

- die Fragen nach Grund, Sinn und Ziel menschlichen Daseins

- die Gottesfrage

- die Suche nach ethischer Orientierung für eine humane Lebensgestaltung

- die Auseinandersetzung mit der Situation religiöser Pluralität

- der Umgang mit kirchlichen Lebensvollzügen.

1.2 Die gesellschaftlichen Herausforderungen umfassen beispielsweise:

- Eintreten für eine Kultur der Menschlichkeit, für Gerechtigkeit, Gewaltlosigkeit und Bewahrung der Schöpfung

- Verteidigung menschlicher Grundfreiheiten (Religions-, Gewissens- und Meinungsfreiheit) gegen Einschränkungen und Bevormundungen

- Einsatz für gesellschaftlich Marginalisierte und Handeln aus weltweiter Solidarität.

- sozialethische Argumentation im gesellschaftlichen Diskurs

1.3 Berufliche Anforderungen variieren je nach Berufsfeld; dazu zählen insbesondere:

- Reflexion und Weiterentwicklung von Theologie und Kirche sowie der eigenen Glaubenspraxis

- Religionsunterricht an Höheren Schulen

- Erwachsenenbildung und Gemeindekatechese

- Tätigkeiten im Bereich der Medien

- Kinder- und Jugendpastoral

- Gestaltung und Leitung liturgischer Feiern

- spirituelle Begleitung

- Tätigkeiten im sozialpädagogischen Bereich

- Arbeit in gesellschaftlichen und politischen Institutionen.

2. Die dazu erforderlichen Kompetenzen werden vor allem durch das Universitätsstudium, das einen allgemein-pädagogischen, fachdidaktischen und schulpraktischen Teil enthält, aber auch durch außeruniversitäre (z. B. kirchliche) Bildungsangebote sowie durch (die Studienzeit begleitende) Lebenserfahrungen erworben. Diese Lernprozesse dienen sowohl der erforderlichen wissenschaftlichen und praktischen Berufsvorbildung (vgl. § 1 Abs 3 Z 2 UOG) als auch der allgemein menschlichen und religiösen Bildung.

Die Kompetenzen werden in fachliche Qualifikationen und Schlüsselqualifikationen unterteilt.

2.1 Zu den fachlichen Qualifikationen zählen besonders:

- Kenntnisse aus der Philosophie sowie aus der biblischen, historischen, systematischen und praktischen Theologie

- Fähigkeit zu religiöser und theologischer Urteilsbildung (Gesellschaftsanalyse, aktualisierende Interpretation der Überlieferung usw.)

- Gewandtheit im Gebrauch fachspezifischer Methoden (Quellenstudium, Textexegese, Einsicht in historische, systematische und praktisch-theologische Zusammenhänge, didaktische Analyse usw.)

- vertiefte Kenntnisse und methodische Kompetenzen in einem oder mehreren zu wählenden Fächern bzw. Handlungsfeldern (pädagogische, gesellschafts- oder bildungspolitische, mediale, pastorale, wissenschaftliche Tätigkeiten usw.)

- Verbinden von theologischen und spirituellen Traditionen mit der eigenen Biographie und der kirchlichen Praxis

- Fähigkeit zur Wahrnehmung gesellschaftspolitischer Verantwortung aus christlicher Überzeugung sowie zum ökumenischen und interkulturellen bzw. interreligiösen Dialog (vgl. Schwerpunktsetzungen der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Wien)

- Kenntnis grundlegender theologiespezifischer Fragestellungen der Frauen- und Geschlechterforschung

- praktische Umsetzung theologischer Wissensinhalte und Methodenkompetenzen für gesellschaftliche und berufliche Aufgaben

- Fähigkeit, die Lebensrealität von Menschen in verschiedenen Lebensaltern und Lebenssituationen wahrzunehmen

- Sensibilität für die religiöse Dimension in Literatur und bildender Kunst

- erzieherische und didaktische Kompetenz.

2.2 Schlüsselqualifikationen sind v. a.:

- Wahrnehmungsfähigkeit für gesellschaftliche Veränderungen und ethische Probleme

- Fähigkeit zu christlicher Lebensdeutung und Lebensorientierung

- Respekt (Toleranz) gegenüber anderen weltanschaulichen und religiösen Überzeugungen sowie Bereitschaft zu Zusammenarbeit und gemeinsamem Leben

- Einfühlung in Lebenssituationen und Schicksale anderer (Empathie)

- Sensibilität für heutige Denkweisen und Sprachmuster im Alltag

- rhetorische und argumentative Potenz, Kritikfähigkeit

- kommunikative Kompetenz, Teamfähigkeit, Fähigkeit zum Wahrnehmen und Hinterfragen von Geschlechterstereotypien

- nach Erfordernis gestufte Beherrschung alter und lebender Sprachen

- Fähigkeit zu ehrlicher Selbstwahrnehmung und authentischer Selbstdarstellung

- Fähigkeit zur Weiterbildung und zum Erwerb von Zusatzqualifikationen aus nicht theologischen Gebieten.

 



Tipp: Suche nach Studium Katholische Religionspädagogik an allen UNIs und FHs in Österreich


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