(1) Gegenstand der Kunstgeschichte ist die Geschichte der bildenden Künste von der Spätantike
bis zur Gegenwart. Dazu gehören Architektur, Malerei, Skulptur und Plastik, Graphik,
Kunstgewerbe, Fotografie, Film, Video und Neue Medien sowie Museumskunde. Kunsttheorie
bzw. Kunstanschauung und ihre Geschichte sind ebenso Bestandteil des Faches.
Berücksichtigung finden auch kunsthistorisch relevante Aspekte der Gender Studies. Hinzu
kommt die unter europäischem Einfluss stehende Kunst anderer Kontinente. Das Fach erforscht
die künstlerischen Werkprozesse und setzt sich mit den verwendeten Techniken und Materialien
auseinander. Einbezogen werden die ideellen, politischen, sozialen sowie die institutionellen und
persönlichen Umstände, die zur Entstehung von Kunstwerken führen oder sie begleiten.
Außerdem erforscht und reflektiert das Fach seine eigenen Methoden und Geschichte.
(2) Das Institut für Kunstgeschichte der Universität Salzburg verfügt über zwei Professuren
(Allgemeine Kunstgeschichte, Österreichische Kunstgeschichte). Somit bildet die Erforschung
der Kunst Österreichs (wobei Österreich in seinen jeweiligen historischen Grenzen gemeint ist)
und der damit historisch und künstlerisch verbundenen Gebiete einen besonderen Schwerpunkt.
(3) Das Bakkalaureats- und Magisterstudium Kunstgeschichte vermittelt kunsthistorische
Kenntnisse, die für eine wissenschaftliche Tätigkeit und für Berufe im Bereich der Geistes-,
Kultur- und Sozialwissenschaften qualifizieren sollen. Dabei erhalten die Studierenden eine
wissenschaftliche Berufsvorbildung für Tätigkeiten in Museen und der Denkmalpflege sowie für
Presse- bzw. Öffentlichkeitsarbeit. Ebenso eröffnen sich Berufswege in Verlagen und Galerien,
im Bereich der Neuen Medien, auf dem Sektor von Wissenschafts- und Kulturmanagement, der
Freizeitindustrie bzw. der Tourismusbranche, Tätigkeiten in Bereichen der Verwaltung und als
freiberuflich Tätige. Praktika und die Kombination mit Zusatzqualifikationen wie
Fremdsprachenkenntnissen, wirtschafts- und betriebswissenschaftlichen Kenntnissen,
Fertigkeiten auf dem Gebiet neuer elektronischer Medien, im Bereich Museumsdidaktik oder
Kulturmanagement erhöhen die Chancen der Absolventen und Absolventinnen auf dem
Arbeitsmarkt.
(4) Ausbildungsziel ist die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit den in Abs.1 genannten
Bereichen. Dabei sollen die Studierenden die Fähigkeit erwerben, neue Kenntnisse in ein bereits
erworbenes Wissensspektrum einzubauen und ein selbständiges wissenschaftliches
Problembewusstsein entwickeln. Aufbauend auf einem Überblickswissen, sollen
Spezialkenntnisse die kritische Analyse kunsthistorischer Entwicklungen ermöglichen. Dazu
werden die Studierenden mit den verschiedenen Gegenständen und Methoden der
Kunstgeschichte vertraut gemacht und zum selbständigen Studium und wissenschaftlichen
Arbeiten angeregt. Die Studierenden sollen sich anhand der Lehrveranstaltungen und in
Eigenarbeit eine möglichst vollständige Übersicht verschaffen und sich den eigenen Interessen
gemäß spezialisieren.
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