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Magisterarbeiten
Im Magisterstudium ist eine künstlerische Magisterarbeit zu schaffen. Die
Studierenden sind berechtigt, anstelle der künstlerischen Magisterarbeit eine
Magisterarbeit aus einem der im Studienplan festgelegten wissenschaftlichen
Fächern zu verfassen.

Für eine künstlerische Magisterarbeit wählt der Studierende in Absprache mit seinem
Lehrer im zentralen künstlerischen Fach ein repräsentatives Werk zusätzlich zum
Diplomprogramm. Es ist ein weiterer Betreuer mit einer Lehrbefugnis aus einem
wissenschaftlichen Fach heranzuziehen. Die Vizerektorin/der Vizerektor für Lehre
nimmt nach Prüfung der formalen Betrauungskriterien die Betrauung beider Betreuer
(des künstlerischen und des wissenschaftlichen) vor. Der schriftliche Teil besteht aus
einer schriftlichen Konzeption für eine öffentliche Präsentation des gewählten
Werkes in Form eines Lecture-Recitals. Der wissenschaftliche Betreuer bestätigt die
Eignung der schriftlichen Konzeption. Diese Bestätigung ist Voraussetzung für die
Zulassung zur öffentlichen Präsentation (Lecture-Recital). Diese kann auf Wunsch
des Studierenden auch nach der künstlerischen Magisterprüfung stattfinden.

Für diese öffentliche Präsentation ist der Prüfungssenat für die künstlerischen
Bakkalaureats- und Magisterprüfungen um den wissenschaftlichen Betreuer zu
erweitern. Der wissenschaftliche Betreuer hat daher wie der künstlerische Betreuer in
der Bewertung der öffentlichen Präsentation nur eine Stimme im Prüfungssenat.

Für eine Magisterarbeit aus einem wissenschaftlichen Prüfungsfach wählt der
Studierende einen Betreuer mit einschlägiger Lehrbefugnis, um mit ihm einen
Themenvorschlag zu erarbeiten. Die Vizerektorin/der Vizerektor für Lehre nimmt
dann nach Prüfung der formalen Betrauungskriterien die Betrauung mit der
Betreuung und Beurteilung der Magisterarbeit vor.
Die Magisterprüfung gilt als abgeschlossen, wenn sämtliche kommissionellen Teilprüfungen positiv absolviert
sind sowie die (künstlerische) Magisterarbeit abgeschlossen und positiv bewertet
worden ist.

Magisterprüfung:

Die Lehrerin/der Lehrer im zentralen künstlerischen Fach, deren/dessen Lehrveranstaltungen
die/der Studierende zuletzt besucht hat, hat der Kandidatin/dem Kandidaten spätestens nach
dem 2. positiv absolvierten Semester aus dem ZKF mehrere Vorschläge für die bei der
abschließenden Prüfung zu lösenden künstlerischen Aufgaben bekannt zu geben. Die
Kandidatin/der Kandidat ist berechtigt, selbst Vorschläge einzubringen, über deren Eignung
die Lehrerin/der Lehrer im ZKF entscheidet.

Zur Prüfung ist ein Programm einzureichen, das Werke aus folgenden Bereichen enthält:
1) ein Werk im Schwierigkeitsgrad von A.Vivaldi: Konzert e-Moll, F VIII/6
A.Vivaldi: Cello Sonaten
2) ein Werk im Schwierigkeitsgrad von W.A. Mozart: Konzert B-Dur, KV 191;
F. Danzi: Konzert g-Moll, J.N. Hummel: Konzert F-Dur
3) ein Werk im Schwierigkeitsgrad von C.M.Weber: Konzert F-Dur,
C. Saint-Saens: Sonate op. 168
4) ein Werk im Schwierigkeitsgrad von H. Tomasi: Konzert, J. Francaix: Divertimento
5) acht Orchesterstellen:
a) W.A. Mozart: Le Nozze di Figaro (Ouverture), Cosi fan Tutte, Die Zauberflöte
(Ouverture), C-Dur Sinfonie (Jupiter)
b) L.v. Beethoven: Sinfonie Nr. 4, Violinkonzert D-Dur, op. 61, Leonora
Ouverture Nr.3, Fidelio
c) F. Rossini: Il Barbiere di Siviglia
d) G. Verdi: Messa da Requiem
e) I. Strawinsky: Feuervogel, Le Sacre du Printemps, Suite de Pulcinella
f) G. Donizetti: L’Elisir D’Amore
g) M. Ravel: Bolero
h) N. Rimskij Korsakov: Sheherezade
i) B. Smetana: Ouverture „Verkaufte Braut“
j) P.I. Tschaikowski: Sinfonie Nr. 4. 5. 6.
k) R. Wagner: Meistersinger
l) B. Bizet: Carmen
m) D. Schostakowitsch: Sinfonie Nr. 9
Die Prüfung gliedert sich in zwei Teile:
Das Prüfungsprogramm in der Spieldauer von mindestens 30 Minuten für den 1. Teil, und
mindestens 30 Minuten für den 2. Teil, ist vom Prüfungssenat festzulegen und der
Kandidatin/dem Kandidaten 8 Wochen vor dem ersten Teil der Prüfung mitzuteilen.

Die Kandidatin/der Kandidat hat das Recht, das Programm des 2. Teiles selbst zu wählen. Es
sollte daher aus dem eingereichten Programm ersichtlich sein, welche Werke die
Kandidatin/der Kandidat für den 2. Teil der Prüfung vorschlägt. Zwischen den beiden
Prüfungsteilen soll ein Zeitraum von mindestens 50 Minuten liegen.

Erster Teil:
Die Kandidatin/der Kandidat trägt ein Werk eigener Wahl aus dem festgelegten
Prüfungsprogramm vor. Die weitere Reihenfolge der vorzutragenden Stücke wird vom
Prüfungssenat bestimmt, insbesondere die Auswahl und der Vortrag der Orchesterstellen. Das
Bestehen des ersten Teils ist Voraussetzung für die Zulassung zum zweiten Teil.

Zweiter Teil:
Die Kandidatin/der Kandidat trägt das von ihr/ihm zusammengestellte Programm unter
konzertmäßigen Bedingungen vor. Darunter ist insbesondere zu verstehen, dass der
Prüfungssenat in den Ablauf des Vortrages nicht eingreift.


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