Das Studienangebot ist ausgerichtet auf eine Berufsvorbildung bei der Qualifikationen in den Bereichen der
freien Künste, der zweckgebundenen Gestaltung sowie der fachspezifischen handwerklich-technischen,
medialen und kulturwissenschaftlichen Grundlagen, der pädagogischen Wissenschaft und der didaktischen
Vermittlung erworben werden.
Das Studium des künstlerischen Lehramtes an der Akademie der bildenden Künste Wien (Bildnerische
Erziehung, Textiles Gestalten und Werkerziehung) soll Absolventinnen und Absolventen sowohl für die
Lehre an staatlichen und privaten Bildungseinrichtungen als auch für außerschulische, kreative Berufsfelder
(Kreation, Produktion, Rezeption und Vermittlung) qualifizieren.
Studierende erwerben ihre Qualifikation durch eine enge thematische Verknüpfung der eigenen
künstlerischen und gestalterischen Praxis mit den Theorien der Kunst- und Kulturwissenschaft, der
Pädagogik und der Didaktik.
Ziele der künstlerischen und gestalterischen Ausbildung sind:
- Entwicklung differenzierter Wahrnehmungs- und Ausdrucksfähigkeiten
- Entwicklung einer eigenständigen, künstlerischen Ideen- und Formenwelt
- Fähigkeit zur Umsetzung von Konzepten in Projekte
- Fähigkeit zur kritischen Auseinandersetzung mit dem eigenen Werk
- Verstehen von künstlerischem/gestalterischem Schaffen als Arbeit im künstlerischen und
gesellschaftlichen Kontext - Verständnis für Gestaltung als allen Lebensbereichen immanentes Prinzip
- Kenntnis und Verständnis für die Mechanismen des Kunstbetriebes und des Kunstmarktes
- Beherrschung künstlerischer und gestalterischer Techniken und Herstellungstechnologien
- Lösungskompetenz und Methodenentwicklung im künstlerischen und zweckgebundenen
- Gestaltungsprozess
- Fähigkeit zur Präsentation und Dokumentation des eigenen Werkes
Ziele der kunst- und kulturwissenschaftlichen Ausbildungen sind:
- Erwerb eines Überblicks über die Entwicklung der Kunst, der visuellen Kultur und der ästhetischen
Theorien - Verständnis der Zusammenhänge von Kunst, Kultur und Gesellschaft
Kenntnis unterschiedlicher kunst- und kulturwissenschaftlicher Fragestellungen und Methoden - Fähigkeit zur selbständigen wissenschaftlichen Recherche (Verfassen von kunst- und
kulturwissenschaftlichen Texten) und adäquaten Präsentation der Ergebnisse (zeitgemäße mediale
Umsetzung) - Fähigkeit zur kritischen Reflexion und Diskussion eigener und fremder Arbeiten im Kontext des
kulturellen Geschehens - Einsicht in die Fragen und Problemstellungen der Frauen- und Geschlechterforschung
Ziele der pädagogisch-didaktischen Ausbildung sind:
- Erwerb von Wissen und Methodenkompetenz im Bereich der allgemeinen Pädagogik als Grundlage
für fachspezifische Problemstellungen - Bereitschaft und Befähigung zur wissenschaftlichen Reflexion der beruflichen Tätigkeit
- Auseinandersetzung mit der Ideengeschichte der Fachdidaktik und den Methoden der
Unterrichtsfächer - Kompetenz zu verantwortlichem erzieherischen und unterrichtlichen Handeln
- Erarbeitung geeigneter Themen für die Kunst- und Kulturvermittlung
- Entwicklung eigenständiger didaktischer Konzepte und deren Erprobung in der Praxis sowie
deren Evaluierung - Sensibilisierung für die individuellen Problemlagen der Lernenden unter besonderer
Berücksichtigung der Jugendkultur und Geschlechterdifferenz - Vertiefung des Verständnisses für die Dynamik von Unterrichtsprozessen (Individuum -Gruppe /
Schule - Gesellschaft) - Konfliktmanagement
- Training des LehrerInnenverhaltens und Entwicklung des kritischen Bewusstseins für die
Eigenwirkung - Befähigung zur Interaktion und Kooperation mit Lehrern, Eltern und Schülern
- Befähigung Lernprozesse zu initiieren, zu lenken und zu evaluieren
- Heranführen an das Arbeitsfeld Schule
- Entwicklung und zielgerichteter Einsatz von unterrichtsrelevanten Medien
- Erschließung außerschulischer Betätigungsfelder und deren spezifische Vermittlungsmethoden
(z.B. Erwachsenenbildung, Museumspädagogik) - Befähigung zu fächerübergreifender und interdisziplinärer Kooperation
Das Unterrichtsfach Werkerziehung zielt auf die Bezugsfelder Produktgestaltung und
Konsumentenerziehung, Architektur und Umweltgestaltung sowie Technik und Arbeitswelt. Die
gestalterische Ausbildung qualifiziert zur Konzeption und Umsetzung von frei experimentellen, modellhaften
und konkreten Gestaltungsprojekten im Bereich von Design, Architektur und Environment.
Die begleitende,kritische Reflexion der Gestaltungsprozesse
erschließt das Spannungsfeld von Ästhetik, Technik und Funktion, von
Produktion, Ökologie und Ökonomie, sowie von Konsum, Arbeitswelt und
Gesellschaft und
regt zu einer ganzheitlichen und kritischen Betrachtungsweise an. Im Rahmen projektorientierter
gestalterischer Arbeitsprozesse wird besonderes Gewicht auf die Aneignung traditionell-handwerklicher
Gestaltungs- und Fertigungstechniken, wie auch aktueller Herstellungstechnologien und die Beherrschung
von digitalen und analogen Darstellungs- und Vermittlungstechniken gelegt.
Schlüsselqualifikationen
Studierende werden über die Fähigkeit zu Diskurs und Kritik, zu interdisziplinärem, teamorientiertem und
strukturiertem Arbeiten, zu reflexivem und sozial kompetentem Handeln hinaus, zu Lehrenden mit
umfassender Gestaltungs- und Vermittlungskompetenz in einem breiten kulturellen Feld auf der Grundlage
eines humanistischen Weltbildes qualifiziert.
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